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Februar 2012
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Archiv der Kategorie Unterhaltung

Plappernde Palaverer

Ein kleines Mädchen. Ein Hund, struppig, nicht einmal kniehoch, aber doch eher kanin als chen. Eine Leine, eine von diesen automatischen, mit denen dem Halsbandträger freier Auslauf vorgekaugelt wird. Wird’s dem Halter zu lang, drückt er einen Knopf und am Hundehals wird gezerrt. Fahrradfahrer und Fußgänger hassen diese fast unsichtbaren Stolperfallen. Aber das kleine Mädchen, nicht älter als 2 Jahre hält den Struppi an der kurzen Leine; es ist nicht klar, ob sie stolz führt oder ob ihr nur wenig kleinerer Vierbeiner hier den Halter spielt. Süß.

Überall sind Menschen, große Menschen, erwachsene, seltsam schlanke, seltsam riechende, seltsam weiche Bäume locken, ein Wald, durch den Struppi und seine Zweijährige wandern. Markieren oder nicht markieren, das ist hier die Frage. Wohl besser nicht, diese Bäume bewegen sich komisch, erinnern auch an die Alphas, die Struppi sonst füttern und draußen herumführen.

Zwitschernd erreichte die Nachricht den einen oder anderen wohl erst recht spät: @frauenfuss stellt ihre Zeichnungen ‘Ich male meine Follower’ in Lachstadt aus, im stilwerk, unten an der Elbe. Angeblich hatten ihre Sponsoren mindestens eine Woche bereits Werbung dafür gemacht. Gesehen hatte ich nichts – vielleicht sollte ich mehr raus kommen, auch nicht mehr die niveauvollen, arroganten Seiten des Internets besuchen. Mehr Boulevard, mehr die kleine lachstädter Konkurrenz zur großen VERSALIEN-Tageszeitung. Nun, dank Twitter wurde ich auf die Vernissage aufmerksam.

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Auf der Suche nach dem MP3-Player – eine verlorene Zeit

Ich höre gerne Musik, das ist ja noch nicht verboten, obwohl so manch eine Sprecher der Musikindustrie, wie Bono, offenbar wenig Interesse am Hörer hat. Bisher verließ ich mich auf die Langspielplatte und CDs, letztere sind zwar kleiner, nehmen aber doch reichlich mehr Platz weg als LPs, weil sie in so dicken Jewel Cases kommen. Inzwischen habe ich so viele von den Dingern hier rum stehen, dass so manch ein Gast meiner unheimeligen Hütte meint, er wäre in einem Plattenladen gelandet.

Nach Jahren des MP3-Verachtens muss ich gestehen, es geht nicht mehr. Ich kann und will mir keine Villa leisten, nur um meine Musik griffbereit unterzubringen. Geht nicht. Ist nicht. Und es gibt ja nicht nur MP3 – die mit der richtigen Kompression nicht schlechter sind als CDs –, sondern auch verlustfreie Audiodateiformate wie FLAC. Womit das Abenteuer beginnen kann.

Da ich meinen Computer nicht rund um die Uhr laufen lassen möchte, ich ihn ohnehin als Musikabspieler für nicht besonders geeignet halte, brauche ich einen MP3-Player. Das muss keines von diesen Hemdtaschen- oder Nagelknipser-Teilen sein, Größe und Gewicht spielen eine untergeordnete Rolle, da ich unterwegs lieber auf meine Umwelt höre. Man möchte ja wissen, was für eine Automarke einen erwischt. Mein Player soll über die HiFi-Anlage laufen, wozu hat man die als zum Musik hören.

In das Lastenheft kommt also: ‘Line out’-Anschluss.

Wie oben geschrieben, wäre die Unterstützung von FLAC nicht übel, das Format hat doch den einen oder anderen Vorteil gegenüber MP3, WMV und diversen anderen. Ist allerdings nicht oberste Priorität.

Anders sieht das mit einer nicht kabelgebunden Fernbedienung aus – wer steht schon gerne dauernd vom Schreibtisch oder aus der bequemen Sitzecke auf, um einen Song zu überspringen, die nächste Playlist auszuwählen oder einfach nur mal auf Pause zu schalten, weil ein Anruf reinkommt. Zur FB gehört natürlich ein ins Gerät eingebauter Monitor, schließlich möchte ich sehen, was ich tue. Und das ohne einen externen Bildschirm zu kaufen.

Eigentlich nicht viel verlangt. Es wird noch besser, ich verzichte gerne auf diversen Schnickschnack wie Sprachaufnahme oder WiFi. Radio habe ich die letzten 20 Jahre nicht gebraucht, da fange ich sicher heute nicht mehr mit an. Zur mobilen Bildspeicherung und –betrachtung habe ich bereits ein spezialisiertes Gerät – dessen Musik- und Videomöglichkeiten grausam sind; Video brauche ich in meinem MP3-Player auch nicht.

Nach Tagen des Suchens im Internet komme ich zu dem Schluss: Ich bin der letzte Arsch, der noch einfach nur Musik hören möchte.

Nur die ganz kleinen Player, kaum größer als eine Briefmarke, damit sie auch ja schnell verloren gehen können, kommen heute noch ohne Video und Foto aus. Allerdings können die auch sonst nicht viel, z.B. gut klingen. Kein Bildschirm, keine Fernbedienung, kein Line Out, kein FLAC. Die Mittelklasse ist also gefragt, jene Dinger, die wie Handys aussehen und denen tatsächlich nur die SIM-Karte zum Funken fehlt.

Ich habe keinen einzigen Musikdateienabspieler gefunden, der einen Line Out Ausgang besitzt. Ein paar unterstützen immerhin schon FLAC; Monitor haben alle, FB keiner. Platz für eine ordentliche Sammlung und dabei trotzdem hohe Flexibilität bietet Seagates FreeAgent Theater[+], der allerdings einen Fernseher benötigt, damit man durch die Menus navigieren kann. In seiner neueren Fassung besitzt er einen Digitalausgang, den ich immerhin über meinen DAT-Player, der mir heute als D/A-Wandler dient, angeschlossen werden könnte.

TEAC und Cowon bieten wohl ordentliche Geräte mit breiter Formatunterstützung, denen aber auch der Line Out fehlt, immerhin die wichtigste Funktion in meinem Lastenheft. Nach einem Test mit einem JOBO GigaVu Pro extreme zweifle ich daran, einen Player über Adapterkabel vom Kopfhörerausgang an den Mission Cyrus Vorverstärker zu bekommen.

Womit es das dann erst einmal wieder war.

 

PS: Der Akku sollte von mir selbst ohne Riesenaufwand getauscht werden können, so, Klappe auf, Akku raus, neuen Akku rein, Klappe zu. Das geht, ehrlich!

Was verstehen Sie eigentlich unter Support?

Neben zuihitsu betreibe ich noch einige andere Blogs, allerdings nicht auf Blogger, sondern über meinen Hosting Service, der eine ältere Wordpress zur Verfügung stellt. Eines davon ist meinem Projekt 366Foto gewidmet; dort wir an jedem Tag des Jahres 2008 ein Foto veröffentlicht.

Bis zum 12. August klappte das auch hervorragend.

Egal welches Blog oder welcher Service, ich nutze zum Schreiben und veröffentlichen Microsofts Windows Live Writer, ein einfach zu bedienendes aber mächtiges Werkzeug zur Erstellung und Verwaltung von Blog-Einträgen.

Ich suchte ein Foto aus der Tagesproduktion, dass mir gefiel, setzte es in einen neuen Eintrag in WLW, schrieb eine Überschrift, wenn nötig eine kurze Erläuterung. Auf Publish gedrückt, WLW lud hoch, wenige Sekunden später sah ich den Beitrag. 224 Tage lang.

Internal Server Error

Als ich letzten Dienstag hochladen wollte, erhielt ich eine Fehlermeldung des Servers: 500 – Internal Server Error. Eine schnelle Recherche zeigte mir, dass diese Meldung nicht von WLW erzeugt wurde, das Programm auch nicht den Fehler verursachen sollte. Interne Server-Fehler sind eben Fehler der Server-Konfiguration. Das schließt allerdings nicht aus, dass es Ärger bei der Zusammenarbeit vom Live Writer und Wordpress gab.

Da ein anderes Blog auf demselben Server, mit denselben Einstellungen [außer URI und Passwort] sauber funktionierte, musste es wohl am Server liegen. Also machte ich mich auf die Suche nach den Support-Möglichkeiten meines Hosters.

Wo geht’s lang?

Klar, die teure 01805-Hotline war schnell gefunden, da verdient das Unternehmen ja auch Geld an seinen eigenen Fehlern. Aber es handelte sich ja um einen Internet-Dienstleister, einen der ganz großen in Deutschland. Die würden ja wohl auch per E-Mail Support leisten. Sollte man meinen.

Nach einigen Umwegen durch deren Web-Auftritt gelangte ich tatsächlich zum rudimentärsten HTML-Kontaktformular, das mir je untergekommen ist. Nicht schön, nicht wirklich ein Vorzeigeobjekt, aber immerhin. Ich erläuterte mein Problem, kopierte vorsichtshalber den Text – Glauben Sie noch an den Weihnachtsmann? Es ist lange her, dass mir ein Kontaktformular eine Kopie zusandt. – und ab die Post.

Huh?

Nur etwa einen Tag später hatte ich schon eine Antwort. Die allerdings keinen Sinn ergab. Es war Technogebrabbel der übelsten Sorte, sah ansatzweise aus wie Deutsch, war aber noch unverständlicher als Behörden-Blabla. Die Betreffzeile enthielt sinnigerweise das Wort beginner was sich vermutlich auf den Kunden bezog, der eine Anfrage hatte.

Zum Glück hatte ich ja jetzt eine Antwort-Adresse, an die ich sofort schrieb, dass ich kein Wort verstanden hätte, mir allerdings ein Bekannter erklärt habe, dass könne damit gar nichts zu tun haben. Ganz abgesehen davon, hätte ich den vorgeschlagenen Weg auch gar nicht gehen können, da ich auf die Dateien, die verändert werden sollten, gar keinen Zugriff habe.

Endlich was Sinnvolles

Wieder einen Tag später erklärte man mir, meine Datenbank sei voll. Was zwar faktisch korrekt war, allerdings überhaupt keine Verbindung zum Problem hatte. Die fragliche Datenbank war uralt, das Überbleibsel eines CMS-Versuchs, der durch einen Hacker-Angriff beendet wurde. Dummerweise kann ich die DB nicht löschen, da der Hoster den Zugriff darauf komplett gesperrt hat …

Am dritten Tag hatte ein kluger Mitarbeiter endlich erkannt, dass einfaches Abhaken von vorgefertigten Antworten der falsche Weg war. Er fragte nach, man hatte den Eindruck, er interessierte sich für den Kunden [also mich]. Das war aber nur von kurzer Dauer, denn jedesmal, wenn ich eine Antwort zurückschickte, landete die bei einem neuen Mitarbeiter.

Und so erhielt ich als nächstes den Hinweis, alles sei doch in Ordnung, damit sei die Sache erledigt. Keine Ahnung wie man darauf kam, es funktionierte immer noch nicht, ich konnte kein Bild hochladen, der Weg über die Web-Oberfläche von Wordpress führte zu völlig verpixelten oder viel zu kleinen Vorschaubildern.

Ich war sauer

Meine Antwort war ruhig und höflich, aber sarkastisch. Außerdem deutlich, ich bat um die Ablösung des technisch wie sozial offenbar völlig überforderten Supporters. Durch seine Markierung des Falles als abgeschlossen erhielt ich die Möglichkeit dies zweimal zu tun, da ich eine dieser automatischen Schulterklopf-Nachrichten bekam, in denen der Kunde seiner Zufriedenheit Ausdruck geben soll. Sorry, Jungs, Ihr habt mehr Mist gebaut als gut für Euch war!

Wieder einen Tag später, inzwischen war es der Abend des 16. August, bat man mich um mehr Informationen und Zugriff auf das Blog. Gewährt.

Übrigens meine Damen und Herren von der technischen Unterstützung, wenn Sie da nächste Mal auf ein Blog oder eine Website zugreifen, räumen Sie hinterher doch bitte wieder auf. Das heißt nicht, meine Daten zu löschen, sondern Ihre eigenen Einträge und Bilder zu entfernen!

Es geht voran

Mehrere Tage passierte nichts, bis gestern: ‘Wir sehen keinen Fehler. Haben Sie den noch?’ Ja. Keine Chance, Bilder ordentlich hochzuladen. ‘Wir können nicht helfen, wenden Sie sich an die Anderen.’ Zur Abwechslung sollte ich wieder abgeschoben werden.

Statt jetzt einen wohlverdienten Tag Auszeit zu nehmen, entschied ich mich, zu recherchieren. Einfach mal sehen, ob ich der einzige bin, der dieses Problem hat. Nachdem über eine Woche harter Arbeit durch die technischen Experten des Support-Teams eines der größten [des größten?] Hosting Services in Deutschland nichts gebracht hatte, war ich wenig optimistisch. Eine einfache Google-Suche würde wohl kaum …

‘Hoppla, jetzt komm ich!’, riefen mir die Links zum Thema entgegen. Da gab es doch einige Diskussionen um genau den Fehler, der mich seit dem 12. August biss. Ein Konfigurationsproblem in einigen Wordpress-Varianten. Den Rest des Vormittags verbrachte ich damit tiefer in das Thema einzusteigen. Sollte keiner sagen, ich würde nur die Links verfolgen, die meine These stützten. Vielleicht gab es ja doch auch Hinweise auf Bugs in WLW.

Die Lösung

Ohne tief in die programmiertechnischen Details einzusteigen, Wordpress [zumindest bis zur 2.5, höchstwahrscheinlich auch noch die 2.6] hat manchmal Schwierigkeiten größere Datenmengen zu verarbeiten. Bilder sind, sofern sie nicht sehr klein und qualitativ mäßig sind, per se große Datenmengen. Warum es erst nach 224 Tagen zu Fehlermeldungen kam, weiß ich nicht. Es kann natürlich sein, dass mein Hoster am 12. August ein Update eingespielt hat – meine allererste Vermutung.

Tatsache ist, dass der Bug, der mich da gekniffen hat, bekannt ist, dass bei Microsoft an einem Work-around getüftelt wird, dass selbstverständlich auch die Wordpress-Entwickler daran arbeiten. Außerdem gibt es eine Reihe von provisorischen Lösungen, die meisten greifen per Hand in den Code von PHP-Skripten ein.Kann ich nicht, den die Wordpress-Installation ist nicht meine Angelegenheit.

Glücklicherweise hilft es, die Bilder einfach etwas kleiner zu machen. In meinem Fall musste die längste Abmessung von 1024 px auf 1000 px verkleinert werden; die andere wird automatisch runtergerechnet.

Und nun?

Ich bin dem Wesen nach ein netter Kerl, es schadet auch nicht, dass ich hier recht behalten habe, sowie klug und fleißig genug, das alles heraus zu finden. Also schrieb ich den Support jenes großen Hosting Services noch einmal an, erläuterte kurz meine Recherche, was ich getan habe und sandte eine Handvoll Links zu den entsprechenden Diskussionen im Netz. Für mich war die Sache damit eigentlich erledigt.

Für den Support nicht. Die meinten, sie müssten noch Antworten. Nicht, um sich zu bedanken, weil ich deren Job gemacht hatte. Nicht, um zu erklären, dass die vorhandenen Work-arounds untersucht und möglicherweise implementiert werden. Sie wollten mir nur noch mal sagen:

wir können Ihnen hier nicht weiterhelfen. Wenn der Upload funktioniert und dies ist hier gegeben müssen Sie sich an den Hersteller Ihres Tools wenden.
Bitte haben Sie Verständnis.
Haben Sie weitere Fragen? Unser E-Mail-Support und die FAQ helfen Ihnen weiter:
[…]

*wörtlich aus der [bisher] letzten E-Mail zitiert, keine Änderungen vorgenommen; der Verfasser wird von mir aus Rücksicht nicht genannt

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